Business Archives - Tophotel.de https://www.tophotel.de/kategorie/business_management/business/ Das Magazin der Hotellerie Thu, 06 Feb 2025 15:03:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.1 https://medien.tophotel.de/uploads/2018/11/Tophotel_Logo_Th_Favicon.png Business Archives - Tophotel.de https://www.tophotel.de/kategorie/business_management/business/ 32 32 Wyndham wächst um 25 Hotels https://www.tophotel.de/wyndham-waechst-um-25-neue-hotels-361478/ Thu, 06 Feb 2025 12:59:00 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361478 Der Hotel-Franchisegeber treibt sein Wachstum in Europa weiter voran. Dafür nimmt das Unternehmen neue Standorte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden ins Visier.

Wyndham Hotels & Resorts will seine Präsenz auf dem europäischen Markt weiter stärken. Dazu plant das Unternehmen 25 neue Stadthotels in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Hotels sollen sich den Marken Trademark Collection und Vienna House Easy by Wyndham anschließen.

Strategische Expansion in Europa

Die Hotels entspringen der langjährigen Partnerschaft zwischen Wyndham und der HR Group. „Europas Reiseindustrie erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung mit Rekordzahlen an Besuchern und Geschäftsreisenden“, so Dimitris Manikis, Präsident EMEA bei Wyndham Hotels & Resorts. „Gemeinsam mit der HR Group setzen wir mit dieser Expansion ein starkes Zeichen für unsere Präsenz in wichtigen Märkten und schaffen noch mehr attraktive Übernachtungsmöglichkeiten in gefragten Citydestinationen.“

Zu den neuen Hotels zählen unter anderem:

  • das Centro National Frankfurt,
  • das Fourside Hotel Salzburg
  • und das Vienna House Easy Amsterdam.

Stärkung der Marken Trademark Collection und Vienna House Easy

Acht der 25 Hotels schließen sich im Rahmen dieser Expansion der Marke Vienna House Easy by Wyndham an. Die übrigen Hotels werden Teil der Trademark Collection. Die Integration der Hotels in dieses Markenportfolio sei ein wichtiger „Meilenstein, sagt Ruslan Husry, Vorstandsvorsitzender und CEO der HR Group. „Durch die Erweiterung können wir Reisenden in Europa noch bessere Optionen bieten und unsere Position auf dem Markt weiter stärken.“

Die Marken-Neueröffnungen sind Folge der Übernahme der Hotels der Centro Holding und von Centro Hotel Management durch die HR Group im vergangenen Jahr.red/sar

Über Wyndham Hotels & Resorts

Wyndham Hotels & Resorts ist mit über 9.200 Hotels in mehr als 95 Ländern auf sechs Kontinenten das größte Hotel-Franchise-Unternehmen der Welt, gemessen an der Anzahl der Häuser. Mit einem Netzwerk von mehr als 893.000 Zimmern, die sich an Alltagsreisende richten, ist Wyndham führend im Economy- und Midscale-Segment der Beherbergungsbranche. Das Unternehmen betreibt ein Portfolio von 25 Hotelmarken, darunter Super 8, Days Inn, Ramada, Microtel, La Quinta, Baymont, Wingate, AmericInn, Hawthorn, Trademark Collection und Wyndham.

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Quality Reservations zieht positive Bilanz für 2024 https://www.tophotel.de/quality-reservations-zieht-positive-bilanz-fuer-2024-361412/ Wed, 05 Feb 2025 11:43:57 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361412 Das Unternehmen konnte vergangenes Jahr seinen Reservierungsumsatz steigern, besonders im Direktvertrieb. Welche Ziele QR für 2025 verfolgt.

Der Online-Vertriebsspezialist Quality Reservations (QR) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Trotz globaler Herausforderungen konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben in allen Bereichen positive Entwicklungen verzeichnen.

Nachhaltiges Wachstum auf mehreren Ebenen

Nach dem Rekordjahr 2023 habe QR 2024 erneut Spitzenwerte im Reservierungsumsatz erreicht. Der Gesamtumsatz über alle Online-Vertriebskanäle stieg um sieben Prozent, teilt das Unternehmen mit. Der Bereich Global Distribution Systems (GDS) verzeichnete ein Plus von neun Prozent, während die Online Travel Agencies (OTAs) lediglich um drei Prozent zulegten. Der Direktvertrieb über die hoteleigenen Webseiten wuchs mit 19 Prozent am stärksten.

Zudem habe QR seine Marktpräsenz in der DACH-Region stärken können: Das Portfolio wurde 2024 um 13 neue Hotels mit insgesamt 1.341 Zimmern erweitert. Zu den Neuzugängen zählen Häuser wie das Maseven Frankfurt Messe, das Kongresshotel Potsdam, der Schindlerhof Nürnberg, das Hotel Josefshof am Rathaus Wien sowie das Hotel Allegra Lodge Zürich.

Branchen-Event etabliert sich

Erfreut zeigt sich QR auch über die Entwicklung ihres Events „QR Redebedarf“. Mehr als 100 Fachkräfte aus der Hotellerie und Touristik diskutierten bei der dritten Ausgabe in Frankfurt am Main über Megatrends in der Branche. Am 23. Oktober 2025 geht die Veranstaltung in die vierte Runde.

Weitere Impulse will das Unternehmen in diesem Jahr mit dem „Vordenkerpreise“ für QR Partnerhotels setzen. Über einen Zeitraum von einem Jahr wird bewertet, welche Hotels Mitarbeitende und Gäste am besten begeistert, nachhaltig arbeitet oder Erträge steigern können. Die Preisverleihung wird am 3. März 2025 im Hotel Telegraphenamt stattfinden, das gleichzeitig der Austragungsort des ersten „QR Executive Advisory Boards“ ist. Unter dem Motto „Shaping the Future of Distribution“ werden Producer des Unternehmens Strategien und Lösungen für den globalen Vertrieb der Zukunft analysieren und diskutieren.

Ausblick auf 2025

Für das laufende Jahr erwartet QR-Geschäftsführerin Carolin Brauer ein stabiles Reiseverhalten. „Laut einer Studie planen 72 Prozent der Menschen weltweit internationale Reisen. Die DACH-Region, einst ein beliebtes Reiseziel, erwartet für das Jahr 2025 eine voraussichtlich gleichbleibende Buchungssituation.“ Als Gründe nennt Brauer die rückläufigen und verkürzten internationalen Messen sowie Einsparungen im MICE-Segment (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions). Viele große Kongresse werden seltener stattfinden und Unternehmen setzen weiter verstärkt auf hybride Formate. „QR wird diesen Trends mit weiteren innovativen Lösungen begegnen und seine Partnerhotels durch gezielte Strategien und Beratungen unterstützen“, kündigt Brauer an. red/sar

Über Quality Reservations

Quality Reservations (QR) bietet State of the Art Online-Vertriebstechnologie für individuelle Hotels, Hotelketten und -kooperationen. Als Global Premium Partner des Reservierungstechnologiekonzerns Sabre Hospitality Solutions (SHS) verbindet QR Technologie mit Vertriebs-Knowhow.

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MRP-Panel: So beurteilen Experten den Hotelmarkt 2025 https://www.tophotel.de/mrp-panel-so-beurteilen-experten-den-hotelmarkt-2025-361318/ Tue, 04 Feb 2025 13:24:03 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361318 Der globale Tourismus ist zurück und Städtereisen beflügeln den Markt. Doch bis Sommer kommen nur wenige neue Hotelprodukte auf den Markt. Wann sich das Blatt wenden könnte.

„Verhalten optimistisch“ blickt die Hotelbranche zu Jahresbeginn in die Zukunft. Sowohl die steigenden Sparquoten als auch die aktuelle Konjunkturlage hierzulande sowie die unsichere wirtschaftspolitische Entwicklung dämpfen die Stimmung. Außer weiterhin gehemmtem Betreiberwachstum in Folge hoher Zinsen und niedriger Verkaufsfaktoren kommen nur wenige neue Hotelprodukte an den Markt. Aber: Ab dem Sommer erwartet die Branche wieder etwas mehr Transaktionen und eine Marktbelebung. Das sind die zentralen Erkenntnisse des Linkedin-Live-Panels „MRP Hotels Quarterly“ zum Thema „Was erwartet uns 2025 am Hotelmarkt?“.

Teilnehmer der Diskussionsrunde waren Martin Schaffer, Geschäftsführender Partner bei mrp hotels, Hannah Struck, Asset Manager bei MRP Hotels, Matthias Reith, Senior Ökonom bei Raiffeisen Research, Tobias Gollnest, Chief Development Officer Central & Northern Europe bei den B&B Hotels, und Gebhard Schachermayer, Managing Partner bei JPI Hospitality Advisory.

Trotz Inflation: "An Urlaub wird nicht gespart"

So gab Matthias Reith, Senior Ökonom bei Raiffeisen Research, einen Überblick über die makroökonomische Lage. Demnach sei ein nennenswerter Aufschwung trotz einer voraussichtlich bald erreichten Zwei-Prozent-Inflationsmarke im Euroraum nicht in Sicht. Allerdings sprechen aus seiner Sicht eine schleppende Konjunktur in Kombination mit nachlassenden Inflationssorgen für weitere Leitzinssenkungen, die im Sommer 100 Basispunkte niedriger liegen könnten als noch zu Jahresbeginn – anders als in den USA, wo hartnäckigere Inflation, solides Wachstum und inflationär wirkende Trump-Maßnahmen 2025 kaum Zinssenkungen zulassen.

Die USA hätten ganz klar die Nase vorn in Sachen Wirtschaftswachstum. „Während die US-Konjunktur auf Hochtouren läuft, ist Europa im ersten Gang unterwegs, Deutschland und Österreich sogar im Rückwärtsgang“, so Matthias Reith. Infolgedessen seien auch die europäischen Konsumenten immer noch zurückhaltend: 2024 legten sie gut acht Prozent ihres Haushaltseinkommens zur Seite, 2019 waren es nur 6,5 Prozent. „Die gute Nachricht ist indes, dass nicht am Urlaub gespart wird“, so Reith. 

Aktuelle Markteinschätzung

Für Martin Schaffer, Geschäftsführender Partner bei mrp hotels, gibt es dennoch keinen Grund zum Jubeln: „Wir befinden uns im fünften Ausnahmejahr in Folge, wovon die ersten zweieinhalb Jahre von Corona und entsprechend geringer Nachfrage überschattet wurden“, so Schaffer. „Die vergangenen beiden Jahre standen unter dem Eindruck des Zinsschocks, der Unternehmensfinanzierungen enorm verteuert, Immobilienverkäufe erschwert und Developments nahezu unmöglich gemacht hat.“

Dennoch zeigte sich Schaffer erfreut, dass der globale Tourismus wieder zurück sei: Der europäische Markt legte im vergangenen Jahr gegenüber 2019 bei den Ankünften um 1 Prozent zu (Quelle: UNWTO, 2024). Dafür verantwortlich seien vor allem die südeuropäischen Länder, die als Wachstumsmotor gelten. 

Der europäische Städtetourismus und der Bereich Kurzreisen hätten fast wieder das Niveau von Januar 2020 erreicht – bis auf wenige Ausnahmen. „Einige Städte schaffen den Anschluss nicht: Das gilt vor allem für Berlin“, erläutert der Hotelimmobilien-Experte. „Dahingegen wird Rom in diesem Jahr aufgrund des Heiligen Jahres nahezu überrannt von Touristen. Wir sehen daher, dass Mega-Events auch künftig ungeheuer wichtig für den Städte-Tourismus bleiben.“

Beispiel Wien: Zwei Drittel des Nachfragewachstums des österreichischen Tourismus entfallen demnach auf Wien. Einen ähnlichen Status hat sich auch München als „place to be“ erarbeitet, sagte Schaffer. „München boomt und hat seine Übernachtungszahlen binnen zehn Jahren um 50 Prozent steigern können.“ Ohne das Wachstum seiner Landeshauptstadt wäre der bayerische Tourismus insgesamt sogar leicht geschrumpft im vergangenen Jahr. 

Als Indikator für Tourismus-Wachstum gelte auch die Entwicklung der Flugindustrie. Laut Eurocontrol wird die Nachfrage in diesem Sommer stark wachsen – überproportional vor allem im Bereich Erholung/Entspannung (Leisure). Airbus gehe davon aus, dass sich die globale Passagierflugzeugflotte bis 2043 verdoppeln wird – aufgrund eines jährlichen, weltweiten Wachstums von fünf bis sechs Prozent. „Der Großteil des Wachstums kommt aus China und Südostasien“, so Schaffer. „Europa und die USA werden hingegen nur zwei Prozent jährlich wachsen.“ 

Rückblick auf 2024: steigende Auslastung, höhere Personalkosten

Hannah Struck, Asset Manager bei MRP Hotels, zog eine Bilanz für 2024. Demnach konnte der Zimmerumsatz pro verfügbarem Zimmer im vergangenen Jahr um acht Prozent gesteigert werden, insbesondere dank eines erfolgreichen vierten Quartals, das vor allem dem starken Freizeit-Tourismus geschuldet ist. Der Anstieg im Gewinn pro verfügbarem Zimmer von plus sieben Prozent sei neben den erhöhten Zimmerumsätzen unter anderem auf sinkende Energiekosten zurückzuführen. Der gastronomische Bereich stand hingegen vor Herausforderungen: „Letztlich haben das zurückhaltende Konsumverhalten der Gäste sowie das schwächere Konferenz- und Meeting-Geschäft die Umsatzsteigerungen begrenzt“, so Struck.

Dazu kämen steigende Personalkosten, mit denen auch künftig gerechnet werden muss. „Die Aussichten für 2025 werden vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet die Branche mit einem moderaten Umsatzwachstum." Daher bleibe effizientes Kostenmanagement auch 2025 im Fokus der Hotels. „Eine engere Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und Betreibern wird allerdings zunehmend entscheidend, um den Marktanforderungen gerecht zu werden und wirtschaftlich nachhaltig zu agieren."

Hotel-Investments 2025

Ist die Gemengelage aus schwächelnder Konjunktur, unsicheren Zukunftsaussichten und schwierigen Finanzierungsbedingungen überhaupt eine gute Zeit für Investitionen? Gebhard Schachermayer, Managing Partner bei JPI Hospitality Advisory, hatte im Panel dazu eine klare Ansicht: „Der richtige Zeitpunkt ist dann, wenn man den richtigen Deal macht.“ Und der könne jederzeit stattfinden. Der JP Hospitality Investors Club (HIC) ist eine eigentümergeführte und -kontrollierte Investorengemeinschaft mit Sitz in Wien, der in den kommenden Jahren rund 300 Mio. Euro in europäische Hotels investieren will. „Unser Schwerpunkt liegt auf Lifestyle & Leisure Hotels in guten Lagen in Europas Top Destinationen; auf Objekten, die aus verschiedenen Gründen einen neuen Eigentümer suchen“, erläuterte Schachermayer die Unternehmensausrichtung. Vor allem der südeuropäische Markt bietet nach Schachermayers Einschätzung gute Investitionschancen. 

Gebhard Schachermayer, JPI Hospitality Advisory


Auf Wachstumskurs seien auch die B&B Hotels, die mit knapp 900 Hotels inzwischen in zahlreichen europäischen Ländern vertreten sind. Hierzulande will man aus den bislang 224 Hotels in den kommenden Jahren mindestens 400 Hotels machen. „Es gibt noch viele weiße Flecken auf der Landkarte“, sagte Tobias Gollnest, Chief Development Officer Central & Northern Europe bei B&B „Dabei geht es nicht nur um München, Hamburg oder Berlin, sondern auch um Standorte wie Leverkusen, wo es noch kein B&B HOTEL gibt.“ Außer Freizeitgästen am Wochenende stiegen von Montag bis Donnerstag vor allem Geschäftsreisende ab – und die gebe es eben nicht nur in der Großstadt. „Wir reden dabei von Monteuren, Vertretern, Gewerbetreibenden bis zum Manager“, so Gollnest. „Die Klientel ist sehr breit gefasst.“ 

Grundsätzlich zeigte sich Gollnest optimistisch, was die Expansion der Hotelkette und damit verbundene Neuprojektierungen angeht: „Während 2023 von 20 angekauften Hotels die überwiegende Zahl Übernahmen und nur drei Neuentwicklungen waren, haben wir aktuell 50 unterschriebene Mietverträge in Produktentwicklungen in der Pipeline, was deutlich dokumentiert, dass unser Produkt funktioniert.“ 

JPI Hospitality Advisory räume hingegen der Ferienhotellerie die größten Wachstumschancen ein – und zwar sowohl in Küstenregionen und in den Bergen als auch im urbanen Raum. „Europa wird im besten Sinne das Disneyland des Reisens werden“, so Schachermayer. „Der Grund dafür ist simpel. Denn hier gibt es (klima-)stabile Verhältnisse und eine reiche Kultur mit langer Historie, die die Menschen anzieht.“ 

Prognose: Das Blatt könnte sich wenden

Das Fazit der Experten: Noch laufe nicht alles rund – aber Lichtblicke gebe es durchaus. So geht Martin Schaffer, Geschäftsführender Partner bei mrp hotels, zwar davon aus, dass sich das erste Halbjahr aus Investmentsicht weiterhin „schwach“ präsentieren wird. Vom Sommer an könnte sich das Blatt jedoch wenden. „Ich bin überzeugt, dass wir in der zweiten Jahreshälfte mehr Transaktionen sehen werden“, so Schaffer. „Dem ein oder anderen wird das Geld ausgehen und allein deshalb wird er irgendwann verkaufen müssen, weil er gar keine andere Wahl hat.“

Inzwischen hätten die großen Bewertungshäuser auch schon Preiskorrekturen zwischen zehn und zwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen. Schaffer: „Zudem setzt sich auf Verkäuferseite langsam die Erkenntnis durch, dass die aufgerufenen Preise weder zurzeit noch in naher Zukunft durchsetzbar sind.“ All dies wird seiner Ansicht nach für eine Belebung der Marktaktivität sorgen. red/nz

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Emotionalead: Neues Eventformat für Führungskräfte https://www.tophotel.de/emotionalead-neues-eventformat-fuer-fuehrungskraefte-354354/ Mon, 03 Feb 2025 13:00:00 +0000 https://www.tophotel.de/?p=354354 Tophotel und Vorreiter AG präsentieren „Emotionalead“ – eine neue Veranstaltung für Führungskräfte in der Hospitality, die den Fokus auf emotionales Leadership und mentale Gesundheit und legt.

Ehrliche Einblicke, neue Impulse und praktische Inspiration für Leadership und Mental Health – dafür steht das neue Eventformat Emotionalead, das vom Fachmagazin Tophotel und dem Consulting-Unternehmen Vorreiter AG am 10. April 2025 in den Design Offices Stuttgart veranstaltet wird. Im Fokus stehen mentale Gesundheit, Resilienz und emotionales Leadership in der Hospitality – Themen, die angesichts steigender Anforderungen an Führungskräfte in der Hospitality zunehmend an Bedeutung gewinnen.  

Das Tagesformat richtet sich gezielt an Führungskräfte und Nachwuchstalente aus der Hospitality-Branche, um ihnen Methoden, Fähigkeiten und Techniken an die Hand zu geben, die sie im beruflichen und persönlichen Leben weiterbringen. Eingeladen sind Direktoren, General Manager, Geschäftsführer sowie Abteilungsleiter aus den Bereichen HR, F&B, Housekeeping und mehr.

Das Wichtigste im Überblick

  • Wann? 10. April 2025
  • Wo? Design Offices Stuttgart
  • Veranstalter: Tophotel und Vorreiter AG
  • Preis: Tickets ab 699 Euro
  • Weitere Informationen: auf der Emotionalead-Website

Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Emotionalead schafft eine Plattform, auf der sich die Macherinnen und Macher aus der Hospitality in lockerer New-Work-Atmosphäre begegnen und auf Augenhöhe austauschen können. Im Mittelpunkt stehen Themen der Selbstentwicklung wie Leadership, Scheitern und Wachstum. Es geht um Herausforderungen des Alltags – mit dem Ziel, gemeinsam zu lernen und weiterzukommen.

Top-Speaker teilen Learnings

Unter dem Motto "Leadership neu denken" bieten bekannte Experten aus den Wissensfeldern Coaching, Motivation, New Work und Mental Health wertvolle Perspektiven für die Hospitality der Zukunft. Als Speaker bestätigt sind unter anderem:

  • New-Work-Mutmacher Ali Mahlodji
  • Change-Expertin Susanne Nickel
  • Burnout-Spezialist Prof. Dr. med. Andreas Menke vom Medical Park Chiemseeblick
  • Hospitality-Coach Alexander Aisenbrey von der Vorreiter AG

Deep Dives und „Fuck-up-Stories“

Emotionalead ermöglicht den Teilnehmenden einen tiefgründigen Gedankenaustausch, echtes Miteinander und den Mut, persönliche Zweifel, Ängste und Herausforderungen zu teilen und gemeinsam neue Wege zu entwickeln. Das Format bietet viel Raum für Diskussion, unterstützende Gemeinschaft und persönliches Wachstum – sei es in der Gruppe oder im vertraulichen Gespräch im „geschützten Raum“. Teilnehmende haben die Möglichkeit, Gleichgesinnte und Experten zu treffen, ihr Netzwerk zu erweitern und frische Ideen für den Führungsalltag zu gewinnen. red

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Österreich-Tourismus verbucht Rekord https://www.tophotel.de/oesterreich-tourismus-verbucht-rekord-361205/ Mon, 03 Feb 2025 08:57:12 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361205 Bergsteigen, Wandern, Baden, Museen und Konzerte besuchen: Die Liste der Aktivitäten in Österreich ist lang. Die Alpenrepublik zieht mehr Gäste denn je an – vor allem aus Deutschland.

Österreich ist als Reiseziel mehr denn je im Trend. 2024 verbuchten die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit 154,3 Millionen Übernachtungen und 46,7 Millionen Ankünften jeweils einen Rekordwert, wie Statistik Austria aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte.

Deutsche sind wichtigste Touristengruppe

Die bisherigen Höchstzahlen von 2019 wurde jeweils um etwa ein Prozent übertroffen. "Das mit großem Abstand wichtigste Herkunftsland ist nach wie vor Deutschland", so Statistik-Chef Tobias Thomas. Auf die Deutschen entfielen 38 Prozent aller Übernachtungen. Sie sind noch vor den Österreichern die wichtigste Touristengruppe. Die Niederländer und die Schweizer kommen auf Platz zwei und drei unter den ausländischen Touristen.

Stark angestiegen ist den Angaben zufolge mit dem Rekordwert von 2,4 Millionen Übernachtungen (plus 14,2 Prozent) die Bedeutung der Gäste aus den USA. Aus Asien kamen zwar wieder deutlich mehr Touristen, aber deren Zahl liegt noch erheblich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Bei den Unterkünften verzeichneten vor allem Ferienwohnungen und -häuser einen Zuwachs. Gefragt sind obendrein Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie. 

Beim Blick auf die aktuelle Wintersaison zeichnen sich aus Sicht der Statistiker ebenfalls sehr vielversprechende Zahlen ab. Im November und Dezember 2024 sei die Zahl der Gäste erstmals auf über sechs Millionen gestiegen, hieß es. dpa

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Tourismus-Boom in Schwerin dank Welterbe und Einheitsfeier https://www.tophotel.de/tourismus-boom-in-schwerin-dank-welterbe-und-einheitsfeier-361162/ Fri, 31 Jan 2025 09:36:19 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361162 Allerdings gibt es nicht genügend Hotelbetten in der Landeshauptstadt, die dank des neuen Weltkulturerbe-Status mit weiterem Besucherwachstum rechnet. Tourismusförderer drücken aufs Tempo.

Die Anerkennung des Residenzensembles in Schwerin als Unesco-Weltkulturerbe und die dreitägige Feier zum Tag der Deutschen Einheit haben Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt 2024 einen Tourismus-Boom verschafft. Die Zahl der Übernachtungen sei in den ersten zehn Monaten um 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf über 370.000 gestiegen, teilte das Stadtmarketing auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Zahl der Tagesgäste hat demnach auch deutlich zugenommen. Anhand der Quartalszahlen für Museen, Gästeführungen und Besucher in der Tourist-Information lasse sich ein Anstieg um zwölf bis 35 Prozent erkennen, hieß es. 

Dank des neuen Welterbe-Status gehen die Schweriner Touristiker von einer weiter steigenden Nachfrage von Städte- und Kulturtouristen aus – sowohl als Tages- als auch Übernachtungsgäste. "Weiterhin hoffen wir auf eine gesteigerte Nachfrage in der Nebensaison und eine Erhöhung des Anteils ausländischer Gäste, die Schwerin besuchen", erklärte die Geschäftsführerin des Stadtmarketings, Martina Müller.

Hotelkapazitäten reichen in der Saison nicht aus

In der Saison stoße die Bettenkapazität in Schwerin schon länger an ihre Grenzen. "Die Nachfrage in der Saison ist deutlich höher als das Angebot freier Kapazitäten." Neue Hotel-Projekte seien geplant, allerdings seien konkrete Eröffnungen noch nicht bekannt. "Perspektivisch sollen es zirka 450 bis 500 Betten werden", so Müller. Sie würden zügig für die weitere Entwicklung nötig.

Das Residenzensemble Schwerin wurde am 27. Juli 2024 als Unesco-Welterbestätte anerkannt. Es umfasst mehr als 30 Bauten und Anlagen im historischen Stadtzentrum. Neben dem Schloss, Staatstheater und Kirchen gehören dazu auch Militärgebäude, der Bahnhof, eine ehemalige Schule für höfische Beamte, ein Palais, Wohnhäuser und ein Krankenpferdestall. 

"Das Zusammenspiel der Baustile, Gebäude und Parks fügt sich in Schwerin zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk, das die gesamte Infrastruktur des höfischen Lebens und die romantische Ästhetik des 19. Jahrhunderts widerspiegelt", hieß es von der Unesco. dpa

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Insolvenzantrag für Maxx Hotel Aalen https://www.tophotel.de/insolvenzantrag-fuer-maxx-hotel-aalen-361124/ Thu, 30 Jan 2025 14:55:45 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361124 Ein Cyberangriff habe das Hotel in Aalen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht – nun musste die Betreiberin, die Scoop Aalen Hotelbetriebs GmbH, Insolvenzantrag stellen.

Erst im August 2022 feierte das Team des Maxx Hotels in Aalen die offizielle Eröffnung. Jetzt musste die Scoop Aalen Hotelbetriebs GmbH Insolvenz für das Viersternehotel beantragen. Laut Unternehmensangaben ist die finanzielle Schieflage auf einen Cyberangriff zurückzuführen. Die entstandenen Schäden machten einen wirtschaftlich rentablen Betrieb unmöglich, da eine Überbrückungsfinanzierung nicht rechtzeitig realisiert werden konnte. Das Insolvenzverfahren soll nun eine neue Perspektive für den Hotelbetrieb schaffen. Das Hotel bleibe während des Prozesses geöffnet.

Nachhaltige Sanierung geplant

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Florian Zistler von der Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Er wird im Verfahren unterstützt von Dennis Stroh, Master of Laws. „Gemeinsam mit dem vorläufigen Verwalter möchten wir eine Lösung erarbeiten, die sowohl den Gästen als auch den Mitarbeitern und Geschäftspartnern eine Perspektive bietet", so Melanie Harpe, Geschäftsführerin der Hotelbetriebsgesellschaft Scoop Aalen.

Im nächsten Schritt des Verfahrens werde der vorläufige Verwalter die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege leiten. Damit seien die Löhne und Gehälter der mehr als 30 Mitarbeitenden für drei Monate gesichert. Die Belegschaft sei bereits über die aktuelle Situation im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung informiert worden.

Die Insolvenz betreffe ausschließlich die Scoop Aalen Hotelbetriebs GmbH. Andere Gesellschaften der Gruppe sind nicht betroffen. Maxx Hotel ist eine Marke der H World International. red/sar

Über das Maxx Hotel Aalen

Das Maxx Hotel Aalen umfasst 133 Zimmer und Suiten. Das Stadthotel richtet sich sowohl an Businessreisende als auch an Freizeitreisende. Die Marke Maxx Hotel gehört zu H World International, die Teil von H World ist, einer weltweit bekannten Hotelgruppe.

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Radisson meldet Rekordjahr 2024 https://www.tophotel.de/radisson-meldet-rekordjahr-2024-361099/ Thu, 30 Jan 2025 07:05:00 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361099 Die Hotelgruppe hat ihr Portfolio signifikant erweitert. Mit mehr als 300 neuen Hotels stärkte das Unternehmen seine internationale Präsenz und expandierte in neue Märkte.

Die Radisson Hotel Group blickt auf erfolgreiches Jahr 2024 zurück: Mit über 300 neuen Hotels und fast 40.000 zusätzlichen Zimmern verzeichnete das Unternehmen ein starkes Wachstum.

Zu den am schnellsten wachsenden Marken in Europa zählten Radisson Blu, Radisson Individuals und Radisson. Im Asien-Pazifik-Raum (ohne China) habe die Radisson Hotel Group den 5. Platz unter den wichtigsten internationalen Gruppen belegt, gemessen an der Zahl der neu hinzugefügten Zimmer. „Trotz der großen globalen geopolitischen Veränderungen hatten wir ein erfolgreiches Jahr 2024, dank unserer gemeinsamen Anstrengungen, uns weiterhin auf unsere beiden Hauptkundengruppen zu konzentrieren: Gäste und Eigentümer", erläutert Elie Younes, Executive Vice President und Global Chief Development Officer bei der Radisson Hotel Group.

Zahlreiche Neueröffnungen

Im Einklang mit einem Fünfjahresplan, konnte die Gruppe im Jahr 2024 Zuwächse in ihrem gesamten Portfolio erzielen. So expandierte die Marke Radisson Collection, die seit ihrer Einführung im Jahr 2018 auf fast 70 Hotels angewachsen ist, weiter. Zu den Neuzugängen in 2024 zählen die Eröffnungen des Radisson Collection Hotel, Roma Antica in Italien und des Radisson Collection Hotel & Spa, Riverfront Srinagar in Jammu und Kaschmir. Die Gruppe hat zudem die ersten Radisson Collection Hotels in Paris und Madrid unterzeichnet.

Erfolgreich verlieft laut Radisson auch die Entwicklung der Marke Radisson Blu: Die Brand konnte mehr als 20 neue Hotels in ihr Portfolio aufnehmen. Das Wachstum umfasste Neueröffnungen und Vertragsabschlüsse. Dazu gehören das Radisson Blu Das Triest Hotel in Wien und das Radisson Blu Hotel Casablanca. Außerdem wurde kürzlich das Radisson Blu Hotel, Conakry eröffnet. Damit tritt Radisson zum ersten Mal in den Markt von Guinea ein.

Radisson Red expandierte in mehrere neue Märkte, darunter Berlin in Deutschland, Danang in Vietnam, Auckland in Neuseeland, Vientiane in Laos und Abuja in Nigeria. Mit der Eröffnung zweier neuer Hotels in Leipzig und Graz debütierte die Upscale-Marke Radisson wiederum in Deutschland und Österreich. Radisson Individuals wuchs sowohl in der APAC-Region mit 15 Eröffnungen und Vertragsabschlüssen als auch in der EMEA-Region.

>> Lesetipp: Deutschlands erstes Radisson Hotel eröffnet

Rebranding für Prizeotel

Gegen Ende des Jahres benannte die Gruppe ihre Midscale-Lifestyle-Marke Prizeotel in Prize by Radisson um. Neue Hotels unter dem neuen Namen wurden angekündigt wie etwa das Prize by Radisson, Berlin City und Gdansk City. Zum Jahreswechsel kam mit dem Prize by Radisson, Glasgow der Markeintritt in Großbritannien hinzu.

Neben der Expansion in städtische Märkte investierte die Gruppe verstärkt in das Resort-Segment. Mit mehr als 150 Urlaubshotels weltweit und neuen Standorten in beliebten Reisezielen wie Indien treibt Radisson die Entwicklung des Freizeittourismus weiter voran.

Die Ziele für 2025 bleiben ambitioniert: "Wir werden weiterhin mehr Möglichkeiten für Eigentümer auf der ganzen Welt schaffen, indem wir auf bestehenden, erfolgreichen Partnerschaften aufbauen und neue Geschäftsfelder für Wachstum suchen", so Elie Younes. red/sar

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Wahlkampf: Was planen die Parteien für die Wirtschaft? https://www.tophotel.de/wahlkampf-was-planen-die-parteien-fuer-die-wirtschaft-361095/ Wed, 29 Jan 2025 14:59:18 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361095 Mitten in der Rezession wird in wenigen Wochen der Bundestag neu gewählt. Ein Überblick, was die Parteien für die Wirtschaftspolitik planen.

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Krise fest. Wie geht es weiter? Die Wirtschaftspolitik ist eines der zentralen Themen im Bundestagswahlkampf. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung von Europas größter Volkswirtschaft das zweite Jahr in Folge. Auch für 2025 Jahr erwartet die Regierung nur ein Mini-Wachstum. 

Hohe Energiekosten 

Seit langem beklagen vor allem energieintensive Unternehmen im internationalen Vergleich höhere Energiekosten – das gehe zulasten der Wettbewerbsfähigkeit und senke den Spielraum für Investitionen. Beim Strom sei für viele Unternehmen das Preisniveau noch höher als vor der Energiekrise 2022 nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, ergab eine Untersuchung der Denkfabrik Agora Energiewende. Laut Deutscher Industrie- und Handelskammer (DIHK) sind die Gaspreise bis zu siebenmal und die Strompreise bis zu fünfmal so hoch wie an konkurrierenden Standorten anderer Länder. Die Folge: Immer mehr Unternehmen überlegten, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, wo Energie günstiger ist.

Die Energiekosten müssen runter: Dieses Ziel findet sich in allen Wahlprogrammen – von Union, SPD, Grünen, FDP, AfD und BSW. "Der Strom muss für alle schnell und spürbar günstiger werden", heißt es zum Beispiel bei der Union. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört vor allem, dass die Netzentgelte sowie die Stromsteuer gesenkt werden sollen – das würde auch Entlastungen für private Haushalte bedeuten.

>> Lesetipp: Gastgewerbe unter Druck: Dehoga fordert Entlastung von der Politik 

Wirtschaft ankurbeln

In Deutschland herrscht eine große Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, urteilen führende Ökonomen. Die Folge: Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Auch der private Konsum kommt nicht in Fahrt, die Sparquote bleibt hoch. Eine DIHK-Konjunkturumfrage im Herbst ergab: Die Anzeichen einer Deindustrialisierung erhärteten sich. 

Was also tun? Die SPD mit Kanzler und Kanzlerkandidat Olaf Scholz verspricht einen "neuen Aufschwung", die Union mit Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) ein "neues Wohlstandsversprechen". Bei der AfD heißt es: "Zeit für Wohlstand". Die Grünen wollen Zukunftsblockaden lösen, die FDP Wohlstand und Aufstiegschancen für die Zukunft schaffen.

Die Parteien unterscheiden sich aber in ihren Lösungsvorschlägen: Während Union und FDP sich vor allem für milliardenschwere, breite Steuerentlastungen einsetzen, legen SPD und Grüne einen Fokus auf einen milliardenschweren, kreditfinanzierten "Deutschlandfonds", um Investitionen zu mobilisieren. Die SPD will einen "Made in Germany"-Bonus, mit dem der Staat Unternehmen bei Investitionen in Maschinen oder Fahrzeuge zehn Prozent der Kosten abnehmen soll, auch die Grünen sind für eine Investitionsprämie. 

Kommen Steuersenkungen?

Union und FDP wollen die Unternehmenssteuerbelastung auf maximal 25 Prozent senken und den Rest-Soli abschaffen. CDU und CSU wollen zudem bei der Einkommensteuer vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen entlasten. Auch die FDP fordert, dass viele mehr Netto vom Brutto bekommen, die SPD will ebenfalls Entlastungen für Gering- und Normalverdiener bei der Einkommensteuer. Wie die Grünen will die SPD Superreiche stärker belasten.

Steuerliche Maßnahmen würden zig Milliarden kosten. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft ergab zum Beispiel: Setze die Union ihre Vorschläge um, entlaste das Bürger und Unternehmen insgesamt um knapp 90 Milliarden Euro. Bei der Gegenfinanzierung aber gebe es ein großes Fragezeichen. Die Union setzt auf ein höheres Wirtschaftswachstum und damit mehr Steuern.

Steuersenkungen: Mögliche Folgen

Die von FDP, CDU/CSU und AfD vorgeschlagenen Steuersenkungen kämen vor allem Menschen mit höherem Einkommen zugute – SPD, Grüne, Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würden besonders untere und mittlere Einkommen entlasten, wie aus Berechnungen des Mannheimer Leibniz-Instituts für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht.

Umstritten: Die Schuldenbremse

Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse sieht neue Schulden nur in einem begrenzten Umfang vor. Die SPD macht sich dafür stark, die Schuldenregel so zu reformieren, dass Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und in den Wohlstand nicht behindert werden. Eine Reform wollen auch die Grünen. Der Investitionsstau in Deutschland liege im dreistelligen Milliardenbereich, heißt es im Wahlprogramm mit Blick etwa auf marode Straßen und Brücken. Die Schuldenbremse verhindere Investitionen und andere Maßnahmen, um die stagnierende Volkswirtschaft wieder anzukurbeln.

Für eine Reform der Schuldenbremse ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag erforderlich. Die Union will laut Wahlprogramm an der Schuldenbremse festhalten – allerdings gibt es auch in der Union Stimmen für eine Reform. Die FDP lehnt eine solche ab, das war ein Hauptgrund für das Scheitern der Ampel.

Abbau von Bürokratie

Weniger Bürokratie haben sich alle Parteien auf die Fahne geschrieben. Im Visier haben Union und FDP zum Beispiel das Lieferkettengesetz, das die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards in weltweiten Lieferketten garantieren soll. Der DGB dagegen sieht das Gesetz als Meilenstein für den Schutz von Arbeitnehmerrechten, es müsse allerdings praktikabler gestaltet werden.

Die Grünen haben als Ziel, eine Deutschland-App einzuführen – in dieser sollen schrittweise alle staatlichen Verwaltungsangebote zur Verfügung stehen: Man soll künftig mit wenigen Klicks einen Personalausweis beantragen oder die neue Wohnung anmelden können. Bis eine solche App aber kommt, dürfte es dauern. Fraglich ist auch, ob ein Vorschlag der SPD umgesetzt wird: Die Sozialdemokraten schlagen vor, für Lebensmittel des täglichen Bedarfs den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf fünf Prozent zu senken. 

Höherer Mindestlohn?

Der gesetzliche Mindestlohn liegt derzeit bei 12,82 Euro pro Stunde. Zu wenig, finden SPD, Grüne und das BSW – sie wollen einen Mindestlohn von 15 Euro. Union und FDP sagen: Lohnfindung müsse weiterhin Sache der Sozialpartner sein und nicht der Politik. dpa

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Dehoga beteiligt sich am Wirtschaftswarntag https://www.tophotel.de/dehoga-beteiligt-sich-am-wirtschaftswarntag-361005/ Tue, 28 Jan 2025 15:18:56 +0000 https://www.tophotel.de/?p=361005 Der Branchenverband setzt sich mit über 100 Verbänden für bessere Bedingungen für den Mittelstand ein. Das sind die zentralen Forderungen.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) will ein klares Zeichen für eine Wirtschaftswende setzen. Gemeinsam mit mehr als 100 Verbänden und Unternehmen beteiligt sich der Dehoga am ersten bundesweiten Wirtschaftswarntag, der am Mittwoch stattfindet. Ziel der Initiative sei es, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärker in den Bundestagswahlkampf einzubringen.

>> Lesetipp: Gastgewerbe unter Druck: Dehoga fordert Entlastung von der Politik

"Am 23. Februar gilt es, bei der Bundestagswahl die richtigen Weichen zu stellen“, erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick das Engagement des Verbandes. „Es braucht jetzt entschlossenes Handeln für echte Problemlösungen und bessere Rahmenbedingungen für den Mittelstand. Das sorgt für Aufbruchstimmung, Optimismus und Zuversicht – bei Unternehmen, Beschäftigten wie Verbrauchern.“ Die Lage sei ernst. „Uns allen muss klar sein, dass nur mit einer starken Wirtschaft die notwendigen Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz, Digitalisierung, Bildung sowie soziale und innere Sicherheit möglich sind.“

Kundgebung und zentrale Forderungen

 Die zentrale Kundgebung in Berlin wird vom „Aktionsbündnis Wirtschaftswarntag“ organisiert, dem sich zahlreiche Wirtschaftsverbände und Unternehmen angeschlossen haben. Zusätzlich gibt es deutschlandweit regionale Aktionen. Die wesentlichen Forderungen aller Verbände sind eine geringere Steuerbelastung, weniger bürokratische Vorgaben, gedeckelte Sozialabgaben, geringere Energiekosten und mehr Flexibilität im Arbeitsrecht, um so im internationalen Wettbewerb die Chancen der heimischen Unternehmen wieder zu verbessern.

"Gastgewerbe ist wichtiger Jobmotor"

Diese Forderungen finden sich so auch im Dehoga Wahlcheck 2025. Für das Gastgewerbe an vorderster Stelle steht darüber hinaus die einheitliche Besteuerung von Essen mit sieben Prozent Mehrwertsteuer. „Die steuerliche Benachteiligung unserer Branche gegenüber Essen zum Mitnehmen, Essenslieferungen und verpacktem Essen aus dem Supermarkt muss ein Ende haben“, so Zöllick und verweist auf die große wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Relevanz der Branche.

„Das Gastgewerbe ist standorttreu und mit zwei Millionen Beschäftigten ein wichtiger Jobmotor. Unsere 200.000 steuerpflichtigen Unternehmen sichern und schaffen hier vor Ort Arbeitsplätze, sind fest verwurzelt in den Städten und Gemeinden und unverzichtbar für das Funktionieren der Wirtschaftskreisläufe. Unsere Betriebe tragen maßgeblich zur Lebensqualität und Attraktivität von Innenstädten und ländlichen Räumen bei, sind Orte der Begegnung und des Austausches – und damit heute wichtiger denn je. Auch diese hohe Bedeutung muss die Politik anerkennen und danach handeln", so Zöllick abschließend. red/sar

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